torrent Nr.1 ist da!

22. März 2012

We proudly present: unsere erste Print-Ausgabe. Ab 24. Februar  für sechs Euro bundesweit im Bahnhofsbuchhandel und an den Flughäfen, in Berlin, Hamburg und Köln auch in ausgewählten anderen Buchhandlungen. Ein Einzelheft kann außerdem hier bestellt werden (innerhalb Deutschlands versandkostenfrei), ein Abo ist hier möglich.

Einige der Themen (neben dem Titelthema “Mad Men”):

Serienschöpfer Paul Abbott erzählt von der Arbeit an der US-Version seiner Serie „Shameless“. Wir widmen uns dem neuen britischen Serienboom und der Frage, was “Doctor Who” damit zu tun hat. Im Porträt stellen wir die Arbeit von Drehbuchautor Aaron Sorkin von Fernsehserien wie “The West Wing” bis zum oscarprämierten Kinofilm “The Social Network” vor. Mit “Homeland” und “Hell on Wheels” behandeln wir einige der interessantesten Neustarts der US-Saison. Und außerdem geht es noch um “Game of Thrones”, “Space: 2063”, “Homicide”, “Misfits”, Dominik Grafs “Der Fahnder” u.v.m.

 

 

14 Responses to torrent Nr.1 ist da!

  1. Torsten on 4. März 2012 at 11:35

    Könnt ihr auch die ausgesuchten Buchhandlungen nennen? Zum Beispiel die Mayersche am Kölner Neumarkt?

    • torrent on 4. März 2012 at 23:14

      Letzte Woche Freitag, also am Erstverkaufstag, habe ich dort tatsächlich zwei oder drei Hefte gesehen. Weiß jetzt aber natürlich nicht, ob die schon verkauft wurden. Ansonsten sollte es das Heft in Köln auch noch bei Walther König geben.

  2. Frank on 4. März 2012 at 19:37

    Hätte das sehr sehr gerne als ePaper!

    • georg hartmann on 10. März 2012 at 17:39

      Ich fänd e-paper auch super!

    • Thorsten on 1. April 2012 at 12:29

      Bei einem ePaper wäre ich auch bei.

  3. Florian Wittig on 11. März 2012 at 18:15

    Hab mir heute in der Buchhandlung im Kölner Hauptbahnhof ein Exemplar geholt und bin schwer begeistert nach dem ersten Lesen. Schön, dass es ein Medium für Serien gibt und auch die geliebten Fernsehfilme nicht zu kurz kommen.

  4. Markus on 18. März 2012 at 19:14

    Ich hab das Heft gestern zugeschickt bekommen und es nun ausgelesen. Bis auf einige Kleinigkeiten (Film und Print sagte mir nicht zu) bin ich sehr zufrieden. Werde es im Herbst wieder kaufen bzw. dann abonnieren. Kann auch gerne mehr Seiten haben. Aber nur wenn der Preis bleibt.

  5. Zyb on 30. März 2012 at 13:29

    Leider hat die erste Ausgabe meine Erwartungen nicht erfüllt. Mir fehlte insgesamt der Tiefgang und der analytische Anspruch, die Artikel haben zwar viel berichtet, aber wenig gesagt.

    Der Spagat zwischen Darstellung und Bewertung der vorgestellten Serien ist meinem Eindruck nach nicht gut gelungen: Viele Artikel litten unter der ausschweifenden Etablierung der Basics (Wer hat’s gemacht? Wer spielt mit? Worum geht’s?), nach der dann nur noch Platz für eine vage Meinungsäußerung blieb. Mir war das viel zu wenig, da steht in jedem Wikipedia-Artikel mehr Info, und vage Meinungen gibt’s im Netz mehr, als mir lieb sind.

    Als unprofessionell habe ich das oberflächliche 24-Bashing im überschwänglichen Artikel zu Homeland empfunden.

    Sehr schade auch die vergebene Chance: Den Tagungsbericht über Serienkultur im deutschen TV hätte man doch prima nutzen können, um den Verlauf dieses Diskurses in den letzten Jahren mal ausführlich und kritisch zusammenzufassen und fortzuführen. Stattdessen endet der Bericht unhinterfragend mit der tausend Mal gehörten Plattitüde, dass wohl in Deutschland nicht genug Geld und Mut auf Seiten der Sender vorhanden sind, um qualitativ hochwertige Serien zu produzieren. Dabei hat das Problem der deutschen Serienlandschaft sooo viel mehr Facetten …

    Bei einigen Artikeln hatte ich außerdem das Gefühl, dass sie sich in Nummernrevues verzetteln: Da wird dann aufgezählt, welche anderen Serien der Autor, der Regisseur und die drei Hauptdarsteller auch noch so gemacht haben — aber warum ist das wichtig? Solche fanboyistischen Details könnten in einem Marginalienkasten gesammelt werden, aber für den Fließtext sind sie zu uninteressant.

    Völlig irritiert hat mich der Artikel zu Mad Men, der immerhin Anlass für das Coverbild ist. Darin finden sich viele gute Sätze zum Flair, zum Thema und zu einzelnen Charakteren der Serie. Aber der Aufhänger für den Artikel ist ausgerechnet das Erscheinungsdatum der deutschen DVD der dritten Staffel — das ist geradezu bizzar, bei einer Serie, die gerade in die fünfte Staffel geht und die unter Serienliebhabern schon seit Jahren diskutiert wird. Der Artikel weiß nicht, wen er addressieren will und versucht deshalb eine allgemeine Vorstellung der Serie mit vertieften Charakterisierungen und mit einer Inhaltsangabe der dritten Staffel zu verbinden, dabei aber tunlichst Spoiler zu vermeiden. Das funktioniert hier meiner Meinung nach so überhaupt nicht (und auch andere Artikel habe dieses Problem der unklaren Addressaten). Entweder schreibt man für Kenner oder für Neulinge, nicht beides zusammen. Man hätte den Artikel ja splitten können in einen Kasten mit allgemeinem Intro und einen tiefgehenden Artikel inklusive Spoilern. Der Aufhänger “Staffel-Release in Deutschland” ist meiner Meinung nach generell viel zu einschränkend für eine sinnvolle Betrachtung.

    Am interessantesten war für mich noch der Artikel über britische Serien. Dort hatte ich das einzige Mal das Gefühl, dass da eine Idee konzeptionell angepackt und gewinnbringend umgesetzt wurde — der Artikel ist mehr als die Summe der erwähnten Serien. Auch das Interview zu Shameless fand ich gut. Ansonsten habe ich mir hier und da eine Serie notiert, die ich nicht kannte, aber auf die ich neugierig gemacht wurde. Sehr angenehm finde ich übrigens das schlichte Layout: sehr gut lesbar, kein Schnickschnack.

    Was würde ich mir wünschen? Ein viel höheres Niveau der Artikel, mehr feuilletonistische Texte, wo mal etwas gewagt wird, tiefgehendere Serien-Vorstellungen. Interessant wären Artikel zu einzelnen Serien-Charakteren wie Peggy Olson (Mad Men) oder Walter White (Breaking Bad), um zwei offensichtlichere Beispiele zu nennen. Oder Betrachtungen einzelner Genres — ein Vergleich mehrerer Western-Serien zum Beispiel, darin Genre-Regeln offenlegen und mit Beispielen versehen, etc. Oder Features zu Erzähltheorien, zum Drehbuch-Schreiben, zu Werkzeugen wie Dramatica, o.Ä. torrent nennt sich immerhin “Magazin für serielles Erzählen” ist aber bisher nur ein Magazin ÜBER seriell erzählte Produktionen — das ist ein großer Unterschied.

    In der FAZ gab es neulich einen sehr guten Artikel: http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/amerikanisches-fernsehen-serien-als-stresstest-11636816.html — so etwas könntet ihr euch zum Vorbild nehmen (mir ist schon klar, dass jetzt keiner der AutorInnen über Nacht zum Professor für Nordamerika-Studien wird, aber mal so als Beispiel fürs obere Ende des Feuilletons). Auch Artikel wie http://www.thedailybeast.com/newsweek/2012/03/18/mad-men-goes-back-to-the-office.html setzen Maßstäbe, an denen man sich orientieren kann.

    Ich bin trotz aller Kritik gespannt auf die zweite Ausgabe! :)

    • torrent on 30. März 2012 at 16:04

      Hallo Zyb,

      danke für deine ausführlichen Gedanken, die einige Anregungen für zukünftige Ausgaben enthalten. Das Problem mit dem “Mad Men”-Artikel war einfach, dass er noch kurz vor Redaktionsschluss ins Heft gerutscht ist, weil ich vorher keinen richtigen Anlass gesehen habe, die Serie im ersten Heft zu behandeln – da bot sich der deutsche DVD-Release einfach kurzfristig an. Wie du selbst schriebst, geht es aber in dem Text ja eher um die Serie allgemein als um die 3. Staffel. Bizarr finde ich eher die Veröffentlichungspolitik des deutschen Labels, mit der Herausgabe der 3. Staffel so lange zu warten, aber gut…

      Zu deinen Links: Wir sind natürlich leider nicht die Newsweek und können nicht mal eben am Set von “Mad Men” rumspazieren. Ich verstehe, was du mit feuilletonistischeren Texten meinst, andererseits möchte ich aber solche Halbsätze wie “Verglichen mit der unablässigen Aufgipfelung kontingenter No-win-Situationen…” (aus dem FAZ-Artikel) auch nicht in unserem Heft lesen.

      Andere Anregungen wie Artikel über einzelne Charaktere oder Genres finde ich sehr überdenkenswert.

      Grüße,
      Marcus

  6. Guest on 30. März 2012 at 22:46

    Bin durch einen Artikel auf Quotenmeter auf Torrent aufmerksam geworden, und freue mich auf jeden Fall sehr über das neue Format, so eine Zeitschrift hat mir noch gefehlt .

    Besonders gut haben mir das Gespräch mit Paul Abbott, der Artikel über englische Serien sowie über Aaron Sorkin gefallen. Einfach weil sie interessante Hintergründe hinter den Kulissen geliefert haben, oder Verknüpfungen, welche als Serien-Konsument einem nicht geläufig sind.

    Anders als Zyb erwarte ich keine durchgehende wissenschaftliche Analyse. Trotzdem wurde auch ich mich darüber freuen, wenn einzelne Serien mal genauer unter die Lupe genommen werden und analysiert sind sowie Auswirkungen auf andere Serien aufgezeigt werden, wie es zumindest in Ansätzen schon der Fall war. Auch wenn das eine höhere Seitenzahl verlangen wurde.

    Wenig gefallen hat mir der Artikel über “Game of Thrones”. Zum einen da ich bei dem Title “Serien auf DVD” nicht erwartet habe gespoilert zu werden (Drogos Tod), zum anderen weil ich mir zu der hoch interessanten Serien einen ausführlicheren Artikel gewünscht hätte.

    Auch sollte man ein Photoshop-Workshop erwägen, Ned Stark’s Haare waren schon ziemlich billig ausgeschnitten ;)
    Das steht ziemlich im Gegensatz zum allgemeinen Layout, was wirklich sehr gelungen ist :)

    • torrent on 31. März 2012 at 12:01

      Das zeigt mal wieder, dass man es nicht allen Recht machen kann. Du fühlst dich von der “Game of Thrones”-Rezi gespoilert, Zyb fand es hingegen albern, dass ich im “Mad Men”-Artikel in der gleichen DVD-Rubrik versucht habe, Spoiler zu vermeiden.

      Der Ned Stark wurde übrigens vom gleichen Layouter ausgeschnitten, der auch für den Rest des Heftes verantwortlich ist :) .

  7. Kevin on 16. April 2012 at 15:53

    Gibts eigentlich schon einen genauen Termin für Ausgabe 2?

    • torrent on 17. April 2012 at 10:23

      Wird wohl der 31.8. werden.

  8. Gene on 26. April 2012 at 16:02

    Kann manche Kritik von weiter oben nachvollziehen und sehe es teilweise ähnlich. Finde die Gesamtqualität aber trotzdem sehr gut.
    Als größten Kritikpunkt empfinde ich die Tatsache, das Umfang und Preis einfach nicht zusammenpassen. Ich kann mir natürlich erklären wie es dazu kommt und hoffe deswegen, dass sich mit der Zeit die verkaufte Auflage ausreichend erhöht, so dass sich der Preis reduziert und/oder der Umfang erhöht.

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